Behandlungs­ablauf

Bei Ihrer Behandlung in unseren Praxen setzen wir auf eine optimale Balance zwischen fachlicher Kompetenz, einer hochmodernen Geräteausstattung sowie einer individuellen und intensiven Begleitung und menschlichen Zuwendung.

Wir nehmen uns Zeit für Sie und Ihre Fragen, bieten eine sorgfältige und verständliche Aufklärung und Erläutern Ihnen den Behandlungsablauf Schritt für Schritt. Zudem stimmen wir uns eng mit Ihren behandelnden Fachärzten und den Kollegen in den Kliniken ab. Die Behandlungen selbst werden von bestens geschulten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durchgeführt.


Dr. med. Barbara Häussler erklärt einer Patientin den Behandlungsablauf.

Wir informieren Sie in einem ausführlichen Erstgespräch (Dauer zwischen 30 und 60 Minuten) über das Behandlungsziel und die Therapie. Es werden Therapiemöglichkeiten, alternative Behandlungen, Verhaltensweisen während der Therapie, z.B. Hautpflege, mögliche Nebenwirkungen und die Therapiedauer besprochen.

Häufig kommt es vor, dass Ihnen nach diesem Gespräch noch Fragen einfallen. Schreiben Sie sich diese auf und bringen Sie zu Ihrem nächsten Termin mit. Während der gesamten Therapiezeit sind immer ein Arzt und ein Medizinphysikexperte in der Praxis und für Sie erreichbar, in dringenden Fällen sofort.

Bitte bringen Sie zu Ihrem Erstgespräch Ihre vollständigen Untersuchungsunterlagen mit, z.B. Röntgen-, MR-, CT- und/oder PET/CT-Aufnahmen, Befunde und OP-Berichte. Besonders wichtig ist der Befund des Pathologen. Nur so können wir uns ein umfassendes Bild Ihrer Erkrankung machen und einen zielgenauen Therapieplan erstellen.

Der eigentlichen Bestrahlungstherapie geht ein komplexer Planungsprozess, die Bestrahlungsplanung mittels einer Computertomografie („Planungs-CT“) voraus.

Die Liegeposition während der CT wird mit Lagerungshilfen unterstützt und meist für die gesamte Bestrahlungszeit beibehalten. Das Bestrahlungsgebiet wird mit Farbstiften und Pflastermarkierungen auf der Haut und der evtl. nötigen Gesichtsmaske angezeichnet. Diese Markierungen dienen als Orientierung bei der Bestrahlung und dürfen nicht entfernt oder selbst nachgezeichnet werden.

Im Rahmen dieser Planung wird die Zielvolumen, Dosis und Bestrahlungstechnik am Computer festgelegt. Strahlentherapeuten und Medizinphysikexperten erstellen mit Ihren Daten einen aufwendigen dreidimensionalen Bestrahlungsplan. Durch eine Zusammenschau der vorhandenen Aufnahmen (MR-, CT- und/oder PET/CT) und unserer Planungs-CT wird die exakte Lage des Tumors bestimmt, die für eine hochpräzise Bestrahlung unabdingbar ist.

Die täglichen Bestrahlungen finden zwischen Montag und Freitag in der Zeit zwischen 8.00 Uhr und ca. 18.00 Uhr statt. In der Regel erhalten Sie fünf Bestrahlungssitzungen pro Woche. Es wird täglich die gleiche Strahlendosis verabreicht. Die Bestrahlungszeit ist im Allgemeinen recht kurz und dauert nur wenige Minuten. Die Dauer der einzelnen Bestrahlungssitzungen ist bei verschiedenen Erkrankungen unterschiedlich.

Die Lagerung und die Position der Bestrahlungsfelder werden während der Behandlung durch digitale Röntgenbilder dokumentiert und über den gesamten Bestrahlungsverlauf kontrolliert.

Ihre Neueinstellung (Erstbestrahlung) erfolgt grundsätzlich unter Kontrolle eines fachkundigen Strahlentherapeuten sowie eines Medizinphysikers und findet am späten Nachmittag bzw. am frühen Abend statt. Die weiteren Bestrahlungstermine werden Ihnen am Tag der Neueinstellung mitgeteilt, hierbei bemühen wir uns, Ihren Wünschen entgegenzukommen.

Die folgenden Bestrahlungen werden durch speziell ausgebildete technische Mitarbeiter (MTRA) durchgeführt. Die Bestrahlungsfelder werden regelmäßig durch die Ärzte kontrolliert.

Bei den sehr komplexen technischen und individuellen Vorgängen während einer Bestrahlung sind Vorlaufzeiten einzuplanen. Rechnen Sei mit einem Zeitaufwand von in der Regel 30 – 60 Minuten pro Sitzung.

Während der Behandlungswochen finden regelmäßig je nach Fragestellung kurze Zwischengespräche mit Ihrem Arzt statt (alle ein bis zwei Wochen, bei Bedarf häufiger).

Am Ende der Behandlungsserie findet ein ausführliches, abschließendes Gespräch mit Ihrem Strahlentherapeuten statt. Hierbei werden z.B. weitere Verhaltensregeln, die langfristige Nachsorge und Maßnahmen zur weiteren Behandlung besprochen.

Bei einer ambulant durchgeführten Strahlentherapie einer Tumorerkrankung erstattet im Allgemeinen Ihre Krankenkasse die Fahrtkosten der Bestrahlungssitzungen. Hierfür stellen wir für Sie einen Fahrtkostenantrag aus. Gerne beraten wir Sie dazu.

Bei gutartiger Indikation werden Fahrtkosten von der Krankenkasse nicht übernommen.

Im Anschluss an Ihre Bestrahlung besteht die Möglichkeit einer Anschlussheilbehandlung. Gerne sind wir auch bei der Auswahl und Einleitung einer geeigneten Kurmaßnahme behilflich. Bitte sprechen Sie uns dazu frühestmöglich an.

Wir sind zur regelmäßigen nebenwirkungsbezogenen Nachsorge verpflichtet. Ihr erster Nachsorgetermin findet je nach Fragestellung nach ca. 6 Wochen bis ca. 3 Monaten nach Beendigung Ihrer Bestrahlung statt.

Für Fragen und Probleme nach einer Strahlenbehandlung stehen wir selbstverständlich unseren Patienten und weiterbehandelnden Kollegen auch jederzeit kurzfristig telefonisch oder persönlich zur Verfügung.